Beispiele verschiedener Behandlungsmöglichkeiten mit der 
         EMG getriggerten Stimulation / PeR-Y-Rehabilator
VERLAUFSBERICHT


Patient:männlichAlter:42 JahreDiagnose:Z.n. apoplekt. Insult bei subtotalem thrombot. 
Verschluß der A. carotis interna re. mit beinbetonter Hemiparese li.Therapiezeitraum:
40 Therapien 
Befund:

Es zeigte sich eine beinbetonte Hemiparese li. mit leichter Spastik. Die betroffene 
obere Extremität zeigte sich weitgehend unauffällig. Knöcherne Kontrakturen lagen 
nicht vor, alle betroffenen Gelenke waren passiv endgradig frei beweglich. An der 
unteren Extremität zeigten sich besonders am Fuß große Defizite: Die Flexion/Extension 
der Phalangen I-V war nicht sicht-bar, ebenso wenig die Supination/Pronation sowie die 
Dorsalextension. Lediglich die Plantarflexion war möglich. Die betrof-fene untere 
Extremität wies ein mäßiges Kraftdefizit auf.

Hilfsmittel: Stock, Peronaeusschiene

Behandlung der unteren Extremität li.:

Therapiert wurde: 
die selektive Dorsalextension/Pronation sowie die Dorsalextension mit gleichzeitiger 
Flexion des Hüft- und Kniegelenkes.

Muskeleigenpotential:(MEP) 
Das MEP steigerte sich am M. tibialis anterior innerhalb der ersten 20 Therapien von 
1 µV auf 55 µV, nach weiteren 20 Therapien weiter auf 170 µV.

Erzielte Fortschritte: 
Zu Therapiebeginn war lediglich ein unregelmäßiges MEP bis 1 µV messbar, so dass 
eine Therapie über „Fernbedienung“ (über den contralateralen Reflexbogen) erfolgte. 
Da es rasch zu einem Anstieg des MEP´s kam, wurde ab der 3. Therapie auf die 
Fernbedienung verzichtet und somit direkt am betroffenen Bein therapiert.
Nach kurzer Therapiezeit war bereits eine geringe Dorsalextension willkürlich möglich, 
die sich im Laufe der Behandlungen weiter ausbauten. Aufgrund von Steigerung von 
Kraft, Ausdauer und Koordination sind selektive- wie komplexe Bewegun-gen 
inzwischen gut und regelmäßig umsetzbar. 
Durch bereits erzielte Verbesserungen ist es dem Patienten bereits möglich, vermehrt 
auf die Peronaeusschiene zu verzich-ten (z.B. auch bei Spaziergängen mit seinem 
Hund  bis zu ca. 45 Min.).
Nach einer 6-wöchigen sowie einer 5-wöchigen Therapiepause konnte bei Fortführung 
der Therapie an bereits erzielten Fortschritten wieder angeknüpft werden.
Die bereits erzielten Verbesserungen wurden, aufgrund von begleitenden 
Untersuchungen, vom behandelnden Arzt bestätigt. Ebenso wurden Verbesserungen 
vom behandelnden Krankengymnasten festgestellt.

Der Patient arbeitete während der Therapie mit großer Motivation mit.

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