Beispiele verschiedener Behandlungsmöglichkeiten mit der 
         EMG getriggerten Stimulation / PeR-Y-Rehabilator
VERLAUFSBERICHT

Patient:männlichAlter:39 Jahre
Diagnose:Z.n. Apoplex mit spast. Hemiparese re. 
Befund:

Es zeigte sich eine Hemiparese re. mit mäßiger Spastik. Knöcherne Kontrakturen 
lagen nicht vor, alle betroffenen Gelenke waren passiv endgradig frei beweglich. 
Die betroffene obere- und untere Extremität wies ein großes Kraft- und Bewegungs-
defizit auf. An der oberen Extremität war lediglich eine willkürliche, deutlich 
verlangsamte, Flexion im Ellbogen von 80° möglich sowie eine unregelmäßig gerade 
sichtbare Flexion der Phalangen. Darüber hinaus konnte an der betroffenen oberen 
Extremität keine Willkürbewegung festgestellt werden.
Bezüglich der unteren Extremität zeige sich aktiv eine fast endgradige Hüftflexion, 
-extension von 0°, eine Knieflexion bis 90°, ein Streckdefizit im Kniegelenk von 10° und 
eine gelegentlich geringe Plantarflexion des Fußes. Willkürbewegungen hinsichtlich 
der Dorsalextension, Supination, Pronation sowie Flexion/Extension der Phalangen 
wurde nicht festgestellt.

Hilfsmittel: Stock

Behandlung der oberen Extremität li.:

Therapiert wurde: 
die Dorsalextension mit gleichzeitiger Extension der Phalangen.

Muskeleigenpotential: 
Das MEP am Unterarm (Extensoren) steigerte sich von 0 µV auf 200 µV.

Erzielte Fortschritte: 
Zu Beginn war eine Messung des MEP nicht messbar, daher wurde die Therapie über 
„Fernbedienung“ (über den contrala-teralen Reflexbogen) eingeleitet. Da sich bereits 
nach kurzer Therapiezeit ein geringes regelmäßiges MEP aufgebaut hatte, konnte ab 
der 5. Therapie auf die Fernbedienung verzichtet werden, um somit direkt über die 
betroffene Seite die Therapie fortzuführen. Der Patient erreicht inzwischen eine 
regelmäßige, willkürliche Dorsalextension bis 10°, allerdings tendieren die Phalangen 
noch in die Flexion. Ebenso zeigt sich eine Verringerung der Spastik, schnellere 
Entspannungsphasen zu einem gesteigerten Bewegungsausmaß. Das Erreichen des 
Schwellenwertes (um eine Stimulation auslösen zu können) fällt aufgrund einer besseren 
Kontrolle über die bereits erlernte Bewegung inzwischen deutlich leichter als zu Beginn 
der Therapie.

Behandlung der unteren Extremität li.:

Therapiert wurde: 
die Dorsalextension mit gleichzeitiger Flexion des Hüft- und Kniegelenkes.

Muskeleigenpotential: 
Das MEP am M. tibialis anterior steigerte sich von 1 µV auf 100 µV

Erzielte Fortschritte: 
Inzwischen erreicht der Patient eine mäßige Dorsalextension, die zu Beginn nicht 
möglich war.Selektive sowie komplexe Bewegungen fallen deutlich leichter als zu 
Beginn und können gut umgesetzt werden.Kraft, Ausdauer, Koordination haben 
zugenommen, ebenso sind schnellere Entspannungsphasen deutlich erkennbar.

Nach 2-monatiger Therapiepause bzgl. Reha-Maßnahme konnte weitgehend (geringe 
Verschlechterung an der oberen- und unteren Extremität) an den bereits aufgebauten 
Erfolgen wieder angeknüpft werden.
Der Patient zeigte sich sehr motiviert und arbeitete während der Therapie gut mit.

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