Beispiele verschiedener Behandlungsmöglichkeiten mit der 
         EMG getriggerten Stimulation / PeR-Y-Rehabilator
Patient:weiblich                     Alter:66 Jahre
Diagnose:Spast. Hemiparese li. mit schlaffer 
Paralyse li. Arm nach Malazie.
Befund:

Die Patientin wies auf der betroffenen Seite erhebliche Bewegungseinschränkungen 
sowie einen deutlich erhöhten Tonus auf. Die Oberflächen- und Tiefensensibilität erwies 
sich als grob gestört. Knöcherne Kontrakturen lagen nicht vor, alle betroffe-nen Gelenke 
waren passiv endgradig frei beweglich. Willkürbewegungen der li. Schulter waren nur 
angedeutet möglich. Ebenso klagte die Patienten über Schmerzzuständen im gesamten 
Arm. Willkürbewegungen des Ellbogen tendieren sofort ins spastische Muster (Flexion 
und Supination). An Hand und Fingern war lediglich eine gerade sichtbare Extension der 
Phalangen II-V in den Grundgelenken zu erkennen, welche sofort aufgrund der Spastik 
in eine kräftige Flexion der Phalangen sowie in Palmarflexion führten. Gleichzeitig kam 
es zu einer Supination, Ellbogenflexion und Adduktion.Das Gangbild war typisch auffällig,
jedoch stabil.

Behandlung der oberen Extremität li.:

Therapiert wurde: 
aufgrund der deutlich größeren Defizite an der OE wurde überwiegend Schulter-, 
Ellbogen-, Handgelenk und Finger.

Muskeleigenpotential: (MEP)
Das MEP am Unterarm (Extensoren) steigerte sich von 5 µV auf 160 µV.
Das MEP am M. triceps brachii steigerte sich von 17 µV auf 180 µV.
Das MEP am M. deltoideus steigerte sich von 3 µV auf 270 µV.

Erzielte Fortschritte: 
Es kam zu einer deutlichen Reduktion der Spastik sowie schnelleren Entspannungsphasen
an der gesamten oberen Extremität, guter Kraftzuwachs an Oberarm und Unterarm, 
Zunahme von Koordination und Kondition und Steigerung der Ober-flächen- und Tiefen-
sensibilität (Deutlich bessere Wahrnehmung der Gelenkstellung im Raum, Berührungen 
werden besser wahrgenommen, der Arm fühlt sich laut Patientin „lebendiger“ an. 
Spastikbedingte  Ausweichbewegungen haben sich deut-lich reduziert bzw. sind teilweise
aufgehoben. Eine willkürliche Abduktion war deutlich eingeschränkt nur bei flektiertem 
Ellbogen durch „hochreißen“ möglich und konnte in keinster Weise gehalten werden. 
Dies verbesserte sich soweit, dass bei Ellbogenflexion die Abduktion langsam und gezielt 
bis 70° länger gehalten werden kann. Ebenso hat sich die aktive Ellbogenflexion bis 90° 
verbessert, ohne in Faustschluß zu gehen. Aus der Flexion kann der Ellbogen mäßig 
gestreckt werden, jedoch noch verlangsamt. Durch die Reduktion der Spastik ist es der 
Patientin inzwischen möglich, den Arm „hängen zu lassen“, ohne in die Ellbogenflexion 
zu tendieren. Die willkürliche Dorsalextension, die zu Beginn nicht möglich war ist 
inzwischen mit mäßige Extension der Phalangen bis 10° umsetzbar. Selektive Bewegungen
sind aufgrund der Verbesserungen wieder möglich.Die Patientin gab zum Einen ein 
verbessertes Körpergefühl an, zum Anderen, dass ihre geistige und körperliche Kondition 
zugenommen hat. Ebenso kam es zu Verbesserungen des Allgemeinbefindens. 
Auch  wurde von dem behandelnden Masseur sowie dem Krankengymnasten ein 
erhöhtes Bewegungsausmaß festgestellt.

Die Patientin zeigte sich sehr motiviert und arbeitete während der Therapie gut mit.

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