Beispiele verschiedener Behandlungsmöglichkeiten mit der 
         EMG getriggerten Stimulation / PeR-Y-Rehabilator
Patient:männlichAlter:                         60 Jahre
Diagnose:Z.n. Apoplex mit spast. Hemiparese li.
Befund:
Es zeigte sich eine Hemiparese li. mit mäßiger Spastik. Knöcherne Kontrakturen lagen 
nicht vor, alle betroffenen Gelenke waren passiv endgradig frei beweglich. Die betroffene
obere- und untere Extremität wies ein großes Kraft- und Bewegungsdefizit auf. An der 
oberen Extremität zeigte sich lediglich eine willkürliche Abduktion von 20°, Anteversion 
von 30°, Ellbogenflexion von 110° sowie mäßige Flexion der Phalangen. 
Weitere Willkürbewegungen waren nicht möglich. Bewegungen am betroffenen Schulter-
gelenk waren endgradig schmerzhaft.
An der unteren Extremität waren lediglich eine willkürliche Hüftflexion von 110°, 
-extension von 0°, Knieflexion von 45°, -extension von 0° sowie einer geringen Plantar-
flexion möglich. Auch hier waren weitere Bewegungen nicht zu erkennen.

Hilfsmittel: Stock, Rollstuhl

Behandlung der oberen Extremität li.:

Therapiert wurde: 
Aufgrund der kurzen Therapiezeit die Dorsalextension mit gleichzeitiger Extension der 
Pha-langen.

Muskeleigenpotential: 
Das MEP am Unterarm (Extensoren) steigerte sich von 0 µV auf 140 µV

Erzielte Fortschritte: 
Da zu Beginn eine Messung des MEP nicht erkennbar war, wurde die Therapie über 
„Fernbedienung“ (über contralateralen Reflexbogen) eingeleitet. Da sich bereits nach 
kurzer Therapiezeit ein geringes regelmäßiges MEP aufgebaut hatte, konnte kurzfristig 
auf die Fernbedienung verzichtet werden, um somit direkt über die betroffene Seite die 
Therapie fortzuführen.
Inzwischen ist dem Patienten eine willkürliche Dorsalextension bis 10° möglich, wobei 
die Phalangen noch in die Flexion tendieren. Darüber hinaus ist (in Palmarflexion) eine 
geringe, aber regelmäßige Extension von Phalanx I möglich.
Es kam zu einer leichten Reduktion der Spastik, schnelleren Entspannungsphasen sowie 
gering gesteigerten Kraftzuwachs. Die Dosierung des Kraftaufwandes, welches zu Beginn 
nicht möglich war, kann für den kurzen Behandlungszeitraum schon recht gut umgesetzt 
werden.

Behandlung der unteren Extremität li.:

Therapiert wurde: 
Die selektive Dorsalextension/Pronation sowie die Dorsalextension mit gleichzeitiger 
Flexion des Hüft- und Kniegelenkes

Muskeleigenpotential: 
Das MEP am M. tibialis anterior steigerte sich von 1 µV auf 68 µV

Erzielte Fortschritte: 
Inzwischen erreicht der Patient eine geringe regelmäßige Dorsalextension, die aber noch
in die Supination tendiert.
Bezüglich der komplexen Bewegung fällt diese deutlich leichte als zu Beginn: 
anfangs fehlte die Kontrolle über Bein und Fuß (heftiges schlackern, statt Knieflexion kam
es zu einer –extension sowie einer kräftigen Hüftrotation). Inzwischen zeigt sich die 
Bewegung flüssig, ruhig und gleichmäßig. Dabei ist die Knieflexion bereits bis 90°, bzw. 
tagesformabhängig bis 100° möglich. Dabei kann der Hüftrotation bereits etwas 
entgegengewirkt werden.
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