Beispiele verschiedener Behandlungsmöglichkeiten mit der 
         EMG getriggerten Stimulation / PeR-Y-Rehabilator
BEISPIEL:

Spastik

Patient:		                            weiblich
Alter:		                               ca. 60 Jahre
betroffene Seite:	               links
Anfangsbefund:
Starke Beugespastik Ober- und Unterarm, Streckspastik Bein. Weitgehend 
vollständige Atrophie der Extensoren des Unterarmes und M.Deltoideus 
sowie beginnende Atrophie des M.triceps brachii.
Muskelpotential:		Unterarm:		1 µV
M.  triceps brachii:	100 µV

Keine Eigenbewegung der Finger. Arm und Hand nicht einsetzbar.
Rollstuhlfahrerin. Tiefensensibilität gestört.
Behandlungsverlauf:
Die Patientin konnte sofort direkt an der betroffenen Seite behandelt werden, 
da das Muskelpotential von 1 µV willkürlich und gezielt durch ein angedeutetes 
Anheben der Hand eingesetzt und damit der Stimulationsstrom ausgelöst wurde.
Nach ca. 15 Behandlungen zeigte sich eine beginnende willkürliche Extension 
des Kleinfingers. Das Muskelpotential verbesserte sich auf 15 µV.

Nach ca. 4 Wochen konnten Klein-, Mittel- und Ringfinger willkürlich in die fast 
endgradige Extension gebracht werden. Die Extension im Handgelenk erfolgte 
dabei bis ca. 20 . Hinzu kam eine angedeutete Extension des Daumens. Da die 
Patientin sehr geschwächt war, konnte die Behandlung des M.triceps brachii erst 
ab der 50. Behandlung dazugenommen werden. Hier hat sich in ca. 10 Behandlungen 
das Muskelpotential auf 200 µV verbessert. Die Patientin löst gezielt über eine 
Ellbogen-Extension aus und versucht dabei auch die ihr zur Verfügung stehende 
Bewegung der Finger mitzunutzen, indem sie eine Extension bis in die Fingerspitzen 
aufbaut.

Zustand nach ca. 50 Behandlungen:
Muskelpotential:		Extensoren Unterarm	ca. 40 µV
M.  triceps brachii:	ca. 200 µV

Klein-, Ring- und Mittelfinger können in endgradiger Extension gehalten werden. 
Handgelenks-Extension ca. 30 , Daumen und Zeigefinger können fast endgradig 
gestreckt, aber noch nicht lange gehalten werden. Dies erarbeitet sich die Patientin 
zur Zeit noch. Hand und Arm insofern wieder einsetzbar, als das die Patientin Gegen-
stände greifen, halten und wieder abstellen kann (Tasse, Besteck, etc.) Sie löst die 
Bremse des Rollstuhls und stellt sie wieder fest. Zudem kann sie sich selbständiger 
versorgen, indem sie Gegenstände mit der betroffenen Hand festhält und mit der nicht 
betroffenen Hand den Rollstuhl bedient, um von einem Zimmer ins nächste zu gelangen 
(z.B. Getränk transportieren, etc.)

Bei kurzen Strecken zu Fuß versucht sie, die Beugespastik im Oberarm willkürlich zu 
lösen, den Arm zu strecken und ihn so einzusetzten, um das Körpergleichgewicht zu 
halten.

Die Spastik der Finger hat deutlich nachgelassen, die Patientin erledigt verschiedene 
Dinge im Alltag wieder beidhändig.

Bei besserer körperlicher Konstitution wird der Fuß ebenfalls in Behandlung genommen, 
um im günstigsten Fall die Patientin unabhängig vom Rollstuhl zu machen.
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